Frau Merula

Die Merula gehört zu den weiblichen Menschen, stellt allerdings eine eigene Gattung dar, erkennbar an ihrer Kleidung und Haartracht. Ihr Verbreitungsgebiet ist weltweit. Die Merula ist äußerst wortkarg und nimmt kaum Kontakt mit ihrer Umgebung auf. Allerdings führen manche Merula Selbstgespräche, die durchaus exzessiven Charakter annehmen können. Sie ist ein gesellschaftliches Randphänomen, das bisher wenig untersucht wurde.

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Frau Merula hat eine eigene facebook Seite

Vorkommen:

Durch ihre sehr zurückgezogene Lebensweise und ihr unauffälliges Äußeres wird die Merula von anderen Menschen kaum wahrgenommen. Sie ist jedoch auf der ganzen Welt, vor allem in kleinteiligen ländlichen Gebieten, verbreitet. In der Stadt lebt sie meist am Stadtrand, aber auch in Altbau-Wohnungen im Zentrum.

Lebensweise:

Die Merula lebt grundsätzlich allein, ohne Partner und ohne Familie. Merula haben prinzipiell niemals männliche Partner, sie können allerdings Witwe sein oder in früheren Zeiten einen Verlobten oder ein „Gschpusi“ gehabt haben. Es dürfte durchaus auch einen Anteil lesbischer Merula geben, durch die zurückgezogene Lebensweise ist eine Überprüfung jedoch äußert schwierig. Eine Frau in einer Partnerschaft gehört äußert selten zur Gattung Merula, wenn, dann ist diese Beziehung meist schon in Auflösung begriffen.

Die Merula hat soziale Kontakte vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Allerdings nicht mit ihren eigenen Kindern, sofern sie welche hat, sondern mit Kindern aus der nachbarschaftlichen Umgebung. Manche Merula lädt die Kinder zu sich nach Hause ein und gibt ihnen süße Speisen und Bonbons zu essen.

Es gibt Berichte, wonach sich in Einzelfällen die Merula sehr intensiv um Kinder gekümmert, ja diese sogar in der eigenen Wohnung aufgezogen hat. Dies scheint jedoch eine Ausnahme zu sein.

Die Merula gibt es auch in einer kinderfeindlichen Unterart. Sie beschimpft dann die Kinder, meist von einem Fenster ihres Hauses aus. Sie versucht beständig, deren Spiele und Lautäußerungen zu unterbinden.

Lebensspanne:

Die Lebenszeit der Merula ist sehr unterschiedlich. Merula können sehr alt werden, sehen allerdings praktisch immer so aus, als wären sie schon steinalt. Auch hier liegen keine verlässlichen Zahlen bzw. Studien vor.

Eine Alterseinschätzung der Merula anhand ihres Aussehens ist praktisch unmöglich, weil sie stets die ihr eigene Tarnkleidung und eine entsprechende Haartracht trägt.

Aussehen:

Die Merula sieht grundsätzlich wie eine alte Frau aus, unabhängig von ihrem tatsächlichem biologischen Alter. Sie ist, gemessen an den gesellschaftlichen Standards, eher unattraktiv. Die Merula ist wenig an ihrem Äußeren und an ihrer Außenwirkung interessiert. Allerdings steckt dahinter Methode, d. h. sie gestaltet ihr Äußeres absichtlich in sehr unauffälliger Weise, unterstreicht damit aber gleichzeitig auch ihre ungewöhnliche Erscheinung.

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Kleidung und Haartracht:

Die Merula ist grundsätzlich nach der Mode einer vergangen Zeit gekleidet. Sie hat oft über die Jahre hin den Stil ihrer Jugend beibehalten, manchmal kleidet sie sich auch wie ihre Mutter, bzw. Großmutter.

Grundsätzlich ist die Merula ungewöhnlich gekleidet. Allerdings auf eine in sich konsistente Art. Der unaufmerksame Betrachter bemerkt dies meist nicht, bei näherem Hinsehen kann man jedoch feststellen, dass manche der Kleidungsstücke sehr ungewöhnlich, ja in sich gesehen sogar schön sind.

Arbeit:

Viel der Merula gehen nicht mehr arbeiten. Sie sind aufgrund ihres Alters aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden. Auch wären die meisten Arbeiten nur schwierig durchzuführen, da die Merula ungern Kontakt mit anderen Menschen aufnimmt.

Es gibt allerdings Merula, welche arbeiten gehen. Sie machen schwere Feldarbeit, gehen putzen, führen einen Haushalt oder betreuen Kinder.

Freizeit:

Die Merula ist eher traditionell-reaktionär orientiert, d. h. sie geht auf Schützenfeste, Kirchweihen und ähnliche in den Bräuchen der Gegend verwurzelte Veranstaltungen. Aber sie pflegt dabei kaum persönliche Freundschaften mit erwachsenen Personen. Sie sitzt allein, trinkt dabei gern Bier oder ein anderes Getränk, nimmt aber nicht an Tänzen oder Gesellschaftsspielen teil.

Die meiste Zeit verbringt die Merula in ihrem engeren häuslichen Umfeld, wo sie auf einer Couch oder einem Sessel sitzt und vor sich hin starrt. Es kommt auch vor, das die Merula in einer Illustrierten liest. (siehe Bildung)

Ungewöhnlicherweise gibt es auch Merula, die aus ihrem vorigen Leben sportliche Ambitionen beibehalten haben und diese nun als Gymnastik in den eigenen Räumen ausüben.

Bildung:

Über den Bildungsstand der Merula liegen wiederum keine gesicherten Werte vor. Teils handelt es sich um Frauen aus sehr einfachen Verhältnissen, aber auch Angehörige höherer Gesellschaftsschichten können eine Merula werden. Wenn sie Merula sind, dann lesen sie nur noch Illustrierte, wie „Das Goldene Blatt“ oder eine Fernsehzeitung. Manche Merula füllen Kreuzwort-Rätsel aus. Ihrer Mimik ist währenddessen allerdings nicht zu entnehmen, ob sie dabei Freude oder Befriedigung empfinden.

Fortpflanzung:

Da die Merula grundsätzlich keine männlichen Partner akzeptiert und sie auch meist ein fortgeschrittenes biologisches Alter hat, ist für die Merula selbst keine Fortpflanzung möglich.

Jedoch kann sich aus fast jeder Person eine Merula entwickeln. Dazu kann es durch unterschiedliche persönliche Voraussetzungen und Entwicklungen im Laufe des Lebens kommen. Die Entstehung einer Merula ist nicht bis ins letzte Detail geklärt und in diesem Gebiet ist noch viel Forschung nötig.

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(Frau Merula gibt es seit 2007)