Drei schneiden

2008/9

Chinese paper, graphite, silk, linen, pins

ca. 170 x 250 cm

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Die drei Zeichnungen zeigen junge Frauen beim Äpfel schälen. Inspiriert wurden die Grafiken durch Fotografien von Frauen aus den 1930er Jahren in einer ehemaligen Hauswirtschaftsschule in Lindlar bei Köln. Der Fotograph hat die jungen und hübschen Frauen auf Stühlen im Vordergrund plaziert, während die anderen Frauen im Hintergrund stehen. Interessant ist, dass fast alle jungen Frauen den Blick auf ihre Arbeit richten, nur eine blickt den Betrachter, bzw. den Fotografen an.

Die Haltung der Frauen erinnert an Situationen in Märchen. Da gibt es beispielsweise gute Mädchen, die bei ihrer Arbeit Hilfe von den Vögeln bekommen. Und die Vögel kennen keine Scheu, weil sie wissen, dass das Mädchen es gut mit ihnen meint.

In der Arbeit sind die Vögel aus bedruckter rosa Seide (auf festes Leinen kaschiert) geschnitten. Sie werden mit Nadeln vor die Zeichnungen gesteckt, so dass sie einen Schatten werfen. Das chinesische Papier der Bleistiftzeichnungen hat eine Struktur aus eingeschöpften Algenstreifen, die an geschnittenes Gras erinnern.