work hands

work in progress, since 2008

Arbeits-Handschuhe, auf der Straße gefunden – working gloves, found in the street

size variabel, ca. 200 x 550 cm

Einerseits zeigen uns die Handschuhe die Form der Hand, sind Hülle und Schutz. Anderseits kann man aber auch den Handschuh, bzw. die Gruppe der Handschuhe als eine abstrakte Form wahrnehmen, als Komposition.

Es gibt sehr verschiedenen Arbeitshandschuhe. Solche aus Leder und Stoff aufwendig genähte, manchmal ist es echtes, oft auch Kunstleder. Dann gibt es eine neuere Art von Arbeitshandschuhen und zwar welche aus Strick, meist Baumwolle, die mit Gummi-Punkten bedruckt wurden oder die man in eine Gummi-Flüssigkeit eintauchte. Die Farbigkeit verändert die Wahrnehmung der Form.

Ein weiterer Aspekt macht die Handschuhe als Individuen interessant. Sie finden sich in allen möglichen Zuständen, es gibt kaum benutzte, die wohl wirklich vom Laster gefallen sind und welche die schon länger liegen, schmutzig, manche mit Pflanzen bewachsen und von Tieren bewohnt. (Diesen lasse ich natürlich genug Zeit, sich eine andere, adäquate Bleibe zu suchen, bevor ich den Handschuh mitnehme.)

In unserer westlichen Gesellschaft gilt körperliche Arbeit weniger als geistige. Eine absurde Fehleinschätzung. Im Tun liegt Intelligenz, die nicht mit den gleichen Fragen zu ergründen und zu messen ist, wie die geistige Intelligenz. Überhaupt stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist Intelligenz mit Fragen zu messen, für die nur bestimmte Antworten gewertet werden können.