Mariä Mantel beim Marienfest in Warendorf

Ausstellungszeit – 14. bis 17. August 2015

Marienfest im Sommer

Mariä Himmelfahrt ist das traditionsreiche Warendorfer Heimatfest im Sommer. Weltweit einzigartig finden hier die christliche Tradition der Marienverehrung, die Mariä Himmelfahrt-Kirmes und das Bürgerschützenfest zusammen.
Höhepunkte der volksnahen Marienverehrung sind die Prozession und die feierliche Illumination der neun Marienbögen, die Jahr für Jahr von den Bogengemeinschaften errichtet werden. Sie flankieren den Weg tausender Pilger und Besucher, die sich immer wieder auf den Weg in die alte Hansestadt machen. Das alte Fest ist längst in der Gegenwart angekommen und ist sichtbares Zeichen für die Lebendigkeit und Fortschreibung von Traditonen in der heutigen Zeit.  In der Zeit findet eine Ausstellung statt mit Kunstwerken zeitgenössischer Künstler, die sich mit dem Thema der Maria auseinandersetzen. Das Marienfest beginnt am Samstag, 8. August und dauert bis zum 16. August.

Gezeigt wird eine Arbeit von Brix, „Mariä Mantel“ bei ISY Denim in der Münsterstraße 22

Mariae Mantel

Doppelreliquie: Ein Stück von Mariä Mantel in der Form des See Genezareth zum Zeitpunkt der Geburt Christi.

Das klingt aber schon sehr unwahrscheinlich. Kann es so etwas überhaupt geben? Wie ist das überhaupt mit den Reliquien? Was ist davon zu halten?

Bei Reliquien stellt sich grundsätzlich die Frage, wie bedeutend ist es, ob sie echt sind. Betrachtet man die Wirkung, dann wird klar: Reliquien haben eine Bedeutung als Kristallisationspunkte für Glauben. Und Glauben kann man nicht sezieren, nicht zwischen Glasplatten pressen und unter ein Mikroskop klemmen. Entweder man glaubt, oder eben nicht.

Aber was ist dann mit diesem Kunstwerk hier? Stellt eine künstlerische Reliquie nicht alle Reliquien der Kirche in Frage? Eher nicht, eher ist es so, dass eine künstlerische Reliquie einen Pfeil aussendet und dieser Pfeil ist ein Hinweis auf die Existenz der Reliquien und auf den Glauben an sich.

Wir können das Kunstwerk auch sinnlich verstehen. Könnte Maria tatsächlich einen Mantel aus einem schimmernden blauen Stoff getragen haben? Und wie kann es sein, dass das Fragment genau diese Form angenommen hat? Wie kann man überhaupt wissen, welche Form der See hatte, zu diesem Zeitpunkt? Nein, es geht klar und deutlich darum, unserem inneren Bild auf den Weg zu helfen, unsere Phantasie zu beflügeln und uns ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.