Archiv der Kategorie: 2006

famous hands

2006

thread drawing and ink on various fabrics

each in wooden frame

different sizes

Die sieben Todsünden als Quitsche-Entchen

2006

jeweils ca. 20 x 20 cm

Baumwolle und artifizielles Fensterleder, genäht

In Japan gibt es in der Kunst den Begriff ‚mitate‘, damit ist gemeint, dass man etwas darstellt, aber es ist als Vertreter, bzw. als Parodie auf etwas anderes gemeint. So kommen auch in der westlichen Kunst leicht gekleidete Damen manchmal im Bildtitel als die Venus daher. Aber in Japan hat man es auf die Spitze getrieben und so werden beispielsweise die sieben Glücksgötter als Schauspieler gezeigt, welche berühmte Kurtisanen darstellen – sozusagen ein doppeltes mitate. Nur anhand der Attribute ist für die Gebildeten zu erkennen, um wen es sich in Wirklichkeit handeln soll.

So wie hier die sieben Todsüden eben als Quitsche-Entchen dargestellt sind. Es ist dem Betrachter anheim gestellt, sich über die sieben Todsünden klar zu werden. Welche sind das schnell nochmal:

  • Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit, Stolz)
  • Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
  • Luxuria: Wollust (Genusssucht, Ausschweifung)
  • Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
  • Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
  • Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
  • Acedia: Trägheit des Herzens/des Geistes (Faulheit, Feigheit, Ignoranz)

Und sind diese Todsünden dann jeweils einem der Entchen zuzuordnen? Aufgrund des Gesichtsausdrucks und der Körperform?

Schönheit zählt nicht

2006

rückwärtig vergoldetes Pergament, appliziert

Herrenanzug, Seide

Ein Anzug aus einem wunderschönem, naturfarbenen Seidengewebe. Das Futter ist aus goldgelbem Satin. Der Schnitt des Anzugs lässt ahnen, dass ein recht unförmiger Mann darin Platz gefunden hat.

Mudra

2006

thread drawing on cotton satin, backed with orange cotton

each 30 x 30 cm

Die Sprache der Gesten (sanskrit: Mudra) ist bei Buddhafiguren ein Teil der Information, welche die Figur identifizieren. Es gibt die Geste der Lehre, der Anrufung der Erde, des Mitleids oder des Segnens. Auch wir kennen Gesten dieser Art in unserer Religion. Aber auch im Alltag gibt es Gesten, man kann jemanden herbeiwinken, Abwehr zeigen oder einen Vorgang, bzw. eine Tätigkeit gestisch darstellen.

In der Serie von Bildern sind Mudra und Gesten aus dem Alltag gleichwertig gegenüber gestellt. Gesten sind Bestandteil unseres Alltags und sind Teil von heiligen Handlungen.

mehrwert

2006

Gebrauchte Kleidung, Buchstaben aus Buchpapier appliziert

Installation, Größe variabel

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Die einzelnen Buchstaben wurden aus einem Buch über Mehrwert von Karl Marx geschnitten, jeweils ein Buchstabe pro Seite. Die Papierbuchstaben sind von Hand auf die gebrauchte Kleidung appliziert.

brauner Herrenanzug aus Wolle
brauner Hosenanzug für eine Dame aus Kunstfaser
grünes Damen-Kostüm aus Kunstfaser
Damenjacke aus Silber-Lurex

fish eye family album

2006

Tusche und Seide auf Baumwolle/ink and silk on cotton

different sizes, ca. 30 x 40 – 70 x 50 cm

Fotos aus dem eigenen Fotoalbum, aber auch gefundene als Tuschezeichnung. Die Augen der Portraitierten sind überstickt mit farbiger Seide, mit kleinen Zierfischen.

Eigentlich als Zierde, als ‚Verschönerung‘ gedacht, sehen einige Betrachter in den gestickten Fischen auf den Augen etwas ‚Zugenähtes‘. Dies wird interpretiert als Position, die ich zu den Portraitierten einnehme. Für mich eine sehr interessante Erfahrung mit der Interpretation von Intentionen des Künstlers.