Archiv des Autors: Brix

Über Brix

adoring beautiful objects and thoughtful stories.

Goldmaske

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

„Goldstück“

Unikat

Leinen, handgenäht, Blattvergoldung mit Eiweiß.

2020

Versteigert für den Verein „Aktion Murmeltier“ bei VAN HAM Kunstauktionen. Erlös: 380 Euro. Der WDR berichtete darüber online. Interview mit Wolfgang Vey (Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Pankratius in Köln).  FindArt berichtete ebenfalls darüber. Außerdem die Kölnische Rundschau:

XeroxXEngV5.1.0C15

 

„Star Gold“

Serie von zwanzig Masken

Leinen, handgenäht, Blattvergoldung mit Eiweiß.

2020

Die Nummerierung durch gestickte Sterne an den seitlichen Bändern.

Preis jeweils 200 Euro. Die Hälfte des Erlöses wird zugunsten eines guten Zwecks gespendet (Aktion Murmeltier).

 

Oh wie so trügerisch, sind Weiberherzen….

Seit 2013 arbeiten Peer Boehm und Walter Bruno Brix an einem gemeinsamen Projekt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dies ist die Arie “La donna è mobile” aus der Oper Rigoletto von Guiseppe Verdi. Diesen scherzhaft-provokant gemeinten Titel haben die beiden Künstler ausgewählt, weil in der Serie sich alles um die Herzen der Frauen dreht.

Brix näht aus verschiedenen Stoffen Herzen frei nach dem anatomischen Vorbild und stopft sie aus, so dass die faustgroßen, plastischen Objekte ein rechtes Eigenleben entwickeln.

Peer Boehm malt die Frauen in seiner Technik, bei der Schichten von Bildern in teils transparenten Farben übereinander sitzen. Sein Thema ist unsere Erinnerung, die in ähnlicher Art Schichten hat, die sich überlagern, die teils deutlich sind und manchmal kaum zu verstehen.

Christi Nägel

Auf den Straßen findet man Nägel, rostige, alte aber auch neuere. Diese Nägel werden gesammelt und als „Christi Nägel“ interpretiert. Eine bewusst provizierende Ummünzung. Dabei geht es weniger um eine Kritik an den Reliquien der Kirche, als darum unsere Wahrnehmung in den Fokus zu nehmen. Welche Bedeutung ein Nagel hat, hängt davon ab, als was wir ihn sehen. Einfach nur als einen alten Nagel, als ein unbedeutendes kleines Metallding, oder als eine überaus wertvolle Berührungsreliquie, als Marterwerkzeug für einen Religionsgründer.

SAM_8343 SAM_8344 SAM_8345

textile Enzyklopädie

Die textile Enzyklopädie sammelt Textilien, um ihre Bedeutung zu klären. Einerseits ihre Bedeutung als Textil, aber auch darüber hinaus gehende, bzw. tiefer liegende Schichten von Deutungen. Viele Stücke sind Kleidung aber auch Gebrauchstextilien finden Aufnahme.

In den meisten Fällen sind die Textilien schon etwas älter und nicht mehr Teil unseres Alltags. Aber sie erscheinen uns vertraut und dies vermittelt uns Gefühle und Vorstellungen.

Die Enzyklopädie gibt dem Betrachter die Möglichkeit die eigenen Vorstellungen zu verschiedensten Themen zu analysieren und Vergleiche anzustellen, welche spontanen Gedanken zu den Stücken auftauchen.Zu jedem Eintrag können Kommentare abgegeben werden, Direkt auf der Seite. Aber auch durch Textilien kann jeder dazu beitragen. Wollen Sie ihr Stück hier finden, dann nehmen Sie Kontakt auf mit dem Initiator Walter Bruno Brix.

Zugänglich ist die textile Enzyklopädie auf verschiedene Weise.

Ständig präsent ist die Sammlung hier im Netz

Als Sammlung existiert sie im Original und wird immer wieder in Museen, Galerien und anderen Orten ausgestellt. Meist sind nur Teile der Sammlung zu sehen, je nach den Möglichkeiten des Ausstellungsortes. Gleichzeitig wird die Sammlung ständig ergänzt. Zu bestimmten Zeiten sollen gedruckte Kataloge die Sammlung dokumentieren.

Innerhalb der Sammlung gibt es keine Hierarchie. Kein Kleidungsstück oder Textil steht in der Bedeutung über oder unter dem Anderen. Es soll keine Wertung geben, deshalb ist die Reihenfolge willkürlich.

Hummel Pelerine

seit/since 2011

Hummelfell, genäht / bumblebee fur, sewn

work in prozess

Im Frühling findet man unter manchen blühenden Bäumen tote Hummeln, die es nicht mehr zurück in den Stock geschafft haben. Auch im Herbst kann man viele tote Hummeln finden.

Zu schade, sie einfach nur da liegen zu lassen. Sie verrotten und das schöne Fell ist verloren. Besser scheint es, sie zu sammeln. Die kleinen Fellchen werden flach ausgebreitet und zu einer Pelerine zusammen genäht.

Vielleicht kann man auch was aus den Flügeln machen. Ein Fenster vielleicht. Ein dunkles, heimeliges Fenster für all zu sonnige Tage.

Im Januar 2014 kam ein Brief von Christian Hein, einem befreundeten Künstler und darin ein Kästchen mit drei Hummeln. Was für ein wunderbarer Neujahrs-Gruß!

——————————————————————————————————-

In spring and in autumn one can find sometimes dead bumblebees underneath certain trees. Found it sad for the small furs to let them rot. They will be sewn together into a pelerine or tippet.

Maybe one could use the wings, too. They are so beatiful. Just for a window for days with to much sunlight……

Reliquien aus dem Paradies – Katalog

Ein Katalog anlässlich der Ausstellung im Stadtmuseum Neuötting vom 9. April bis zum 15. Mai 2011

„Mit dem Katalog zur Ausstellung Reliquien aus dem Paradies präsentiert die Neuöttinger Galerie im Museum erstmals Arbeiten des in Köln lebenden Künstlers Walter Bruno Brix. … Walter Bruno Brix hat … die Zwiesprache mit den Museumsobjekten gesucht. Auch die räumliche Situation vor Ort hat sich dabei auf die Konzeption seiner Arbeiten ausgewirkt. So wird im Dachgestühl „Paradies“ inszeniert, kontrastiert von der „Hölle“ im Kellergewölbe. Die „Herzen“ liegen auf Waagschalen, die einst ihre Dienste auf dem Neuöttinger Markt taten. So entstehen neue Formen der künstlerischen Interpretation und Vermittlung, die die Objekte in einem neuen Kontext beleuchten.„ (Christoph Obermeier, Kulturamtsleiter Neuötting)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Informationen

Erhältlich beim August Dressbach Verlag

oder im Buchhandel


Handgenähte Broschüre
50 Seiten, 22 Abbildungen
14,8 x 21 cm
ISBN 978-3-940061-54-6

14,- EUR normales Exemplar
29,- EUR Vorzugsexemplar mit signiertem, nummeriertem Original des Künstlers

see you, see me

2011

drawings, ink on white fabric

after portraits in historical paintings

appliqued on used garments

actual size

Reliquien

2008-10

different size

mixed media

Was sind Reliquien?

Die Kirche nennt Teile oder ganze Körper von Heiligen Reliquien. Das Wort bedeutet „Überbleibsel“. Für den Gläubigen sind Reliquien die Möglichkeit einem Heiligen, einer Heiligkeit, seiner Religion ganz nahe zu sein, körperlich nahe.

Diese körperliche Seite ist uns heute ziemlich abhanden gekommen. Die Wissenschaft hat gründlich gearbeitet und den meisten ist der Glauben dabei abhanden gekommen oder im Halse stecken geblieben. Wenn man etwas untersucht, dann muss zwangsläufig der Glaube verloren gehen. Das Leben steckt voller Geheimnis, die Lebendigkeit bleibt unfasslich. Ein aufgeschnittener, sezierter Frosch zeigt zwar wie seine inneren Organe funktionieren, aber nicht wieso er lebt. Und was es ausmacht, dass er lebt.

So wurden auch die Reliquien seziert und untersucht, ohne dass man die Heiligkeit finden konnte. Aber ist es nicht so, dass der Glaube zählt, nicht die Nachweisbarkeit der Echtheit.

Die Reliquien hier sind künstlerisch erzeugt. Mit einem zwinkernden Auge werden wir an Geschichten und Figuren aus der Bibel erinnert. Oft sind die Gegenstände mit dem Alltag verknüpft oder verweisen auf die Körperlichkeit der Person.

Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein

2010

each ca. 170 x 70 cm

cotton with stitching and applicque

nach einem Märchen der Gebrüder Grimm

Eine Frau hat drei Töchter: Einäuglein hat nur ein Auge, Zweiäuglein zwei, und Dreiäuglein hat drei Augen. Zweiäuglein wird von den anderen schlecht behandelt, weil es aussieht wie andere Menschen. Als es einmal beim Hüten der Ziege hungrig auf einem Hain sitzt und weint, erscheint ihm eine weise Frau, die ihm verrät, wie es zur Ziege einen Spruch sagen und feines Essen bekommen kann. Der Spruch lautet: „Zicklein, meck, Tischlein, deck!“ Sobald sie satt sei, solle sie aber sagen „Zicklein, meck, Tischlein, weg!“

Als Zweiäuglein, so gesättigt, daheim nichts isst, geht Einäuglein mit ihr zum Hüten, um den Grund herauszufinden. Es gelingt Zweiäuglein zwar, Einäuglein in den Schlaf zu singen, bevor es seinen Spruch sagt, dasselbe misslingt ihm aber Tags darauf bei Dreiäuglein, denn sie vergisst, auch das dritte Auge in den Schlaf zu singen. Dreiäuglein verrät das Geheimnis der Mutter, und diese bringt aus Neid die Ziege um. Als Zweiäuglein ob des Verlusts weint, erscheint wieder die weise Frau und rät ihr, die Eingeweide der Ziege vor der Haustür zu vergraben. Am nächsten Morgen ist an dieser Stelle ein Baum mit silbernen Blättern und goldenen Äpfeln gewachsen. Zweiäuglein kann als einziges die Äpfel vom Baum pflücken, aber die Mutter dankt es ihr nicht, nimmt sie ihr ab und behandelt sie noch härter als zuvor.

Ein junger Ritter kommt zu dem Baum, aber die Schwestern verstecken Zweiäuglein in einem Fass. Als der Ritter sie fragt, wem der Baum gehöre, behaupten sie, es sei ihrer. Es gelingt ihnen aber nicht, dem Ritter Früchte oder Zweige davon zu brechen. Aus ihrem Gefängnis rollt Zweiäuglein goldene Äpfel vor die Füße des Ritters. Dieser bemerkt es, lässt es hervorholen, und bezaubert von Zweiäugleins Schönheit nimmt er es mit und heiratet es. Mit Zweiäuglein verschwindet auch der Baum.

Als lange Zeit später zwei Bettlerinnen vor dem Schloss erscheinen, erkennt Zweiäuglein in ihnen ihre bösen Schwestern. Trotz allem Bösem, das sie ihm angetan haben, nimmt sie sie auf, worauf die beiden Schwestern ihre bösen Taten bereuen. (wikipedia)

(wikipedia in English here)

Amaterasu ômikami / Hisahito shinnô

Amaterasu ômikami

2010/11

after a woodblock print of Hokusai (Konohana Sakuya Hime (protective diety of mountain fuji, first page of the series fugaku hyakkei)

cotton with color, paper thread applique

237 x 152 cm

Amaterasu (jap. 天照), mit vollem Namen Amaterasu-ō-mi-kami (天照大神, dt. Am Himmel scheinende große erlauchte Göttin), ist die wichtigste Kami (Gottheit) des Shintō. Sie personifiziert die Sonne und das Licht und gilt als Begründerin des japanischen Kaiserhauses.

Gemäß dem Kojiki (der ältesten geschichtlichen und mythologischen Chronik Japans) wird Amaterasu durch das linke Auge des Gottes Izanagi geboren, als dieser sich in einem Fluss auf der heutigen Insel Kyūshū von den Befleckungen reinigt, die er sich im Land der Toten zugezogen hat. Gemeinsam mit ihrem Bruder Susanoo no Mikoto ist Amaterasu dazu ausersehen, die Herrschaft des Himmels (Takamanohara) von ihrem Vater Izanagi zu übernehmen.

(text from wikipedia in English here)

Susanoo benimmt sich jedoch wie ein ungezogenes Kind und begeht eine Reihe von bösen Taten und Tabuverletzungen. Sein schlimmstes Vergehen: er wirft ein totes Pferd in die Heilige Webhalle, wo Amaterasu gerade am Webstuhl arbeitet, und verletzt eine ihrer Dienerinnen, die an der Verletzung stirbt. Amaterasu ist darüber so bestürzt, dass sie sich in eine Höhle einsperrt. Das hat zur Folge, dass die Welt in Finsternis geschlagen wird. Die restlichen Götter versuchen, sie wieder aus der Höhle zu locken, und lassen zu diesem Zweck die Göttin Ama no Uzume vor der Höhle einen ziemlich obszönen, komischen Tanz aufführen. Neugierig ob des folgenden Lachens und Lärmens schiebt Amaterasu den Stein, der die Höhle verschließt, zur Seite und erblickt ihr eigenes Spiegelbild, denn die anderen Götter haben auch einen Spiegel (Yata no kagami) bereitgestellt.

Über den weiteren Verlauf berichten die Quellen Unterschiedliches: Eine Version erzählt, dass der Spiegel durch die Schönheit Amaterasus zu leuchten beginnt und damit auch die Welt wieder hell wird. Eine andere berichtet, dass die Sonnengöttin ihr Spiegelbild nicht sofort erkennt und dieses bekämpfen will. Dazu muss sie aus der Höhle herauskommen und als sie das tut, versperren ihr die anderen Götter den Rückweg.

Nachdem Susanoos Nachkommen die Herrschaft auf Erden übernommen haben, sendet Amaterasu ihren Enkelsohn Ninigi vom Himmel herab, um auch hier nach dem Rechten zu sehen. Die Machtübergabe vollzieht sich nicht ohne Drohungen, aber letztlich ohne Blutvergießen. Aus einer Verbindung eines Nachkommen des Ninigi mit einer Tochter des Drachenkönigs geht schließlich der erste menschliche Herrscher und somit Ahnherr des japanischen Kaiserhauses hervor. Es ist Jimmu, der mythologische erste Tennō von Japan, ein Urenkel Ninigis. In der Folge führen alle japanischen Kaiser ihren Ursprung – und ihre Autorität – auf Amaterasu zurück. Der Hauptschrein dieser Gottheit befindet sich in Ise, etwas abseits der ehemaligen Hauptstadt Kyōto. Amaterasus Emblem, das in diesem Schrein aufbewahrt wird, ist ein Spiegel. Der Schrein selbst wird alle zwanzig Jahre abgerissen und neu aufgebaut.

Die Tatsache, dass die Sonnengottheit in Japan als weibliche Gottheit gilt, ist ein Ausnahmefall in der vergleichenden Mythenforschung. Verschiedene Ursachen werden dafür geltend gemacht. Unter anderem wird spekuliert, dass Amaterasu ursprünglich männlich gedacht wurde. Als die japanischen Götter- und Ursprungsmythen in den Büchern Kojiki (712) und Nihonshoki (720) gesammelt wurden, war Kaiserin Jitō an der Macht. Einige Forscher vermuten, dass Amaterasu deswegen als weibliche Gottheit dargestellt wurde, um den Herrschaftsanspruch der Kaiserin zu unterstreichen. Andere Forscher verweisen auf andere weibliche Sonnengottheiten, u.a. Sunna in der germanischen Mythologie.

(wikipedia)

Gezeigt ist die Sonnengöttin als eine elegante, höfische Dame in der vielschichtigen Kleidung der Heian-Zeit (794-1185), allerdings komplett in weiß, der Farbe der Reinheit. Ihre langen Haare trägt sie offen und sie ist mit einem Diadem gekrönt. An dem mit schmalen Papierstreifen geschmückten Sakaki-Zweig (cleyera ochnacea oder Theacea (japonica)) ist der runde Metallspiegel befestigt, um den sich der Mythos webt.

Akashino no Hisahito shinnô

2011

linen on printes Japanese silk (Kimono-sleeve lining), stitched

66 x 36 cm


Prince Hisahito of Akishino (悠仁親王, Hisahito shinnō, born 6 September 2006), currently third in line to the Japanese throne, is the third child of the Prince and Princess Akishino, and their only son.Prince Hisahito has two older sisters, Princess Mako of Akishino (born 23 October 1991) and Princess Kako of Akishino (born 29 December 1994). He is third in line to become Emperor of Japan.

His personal name Hisahito in this case means „serene and virtuous,“ according to the Imperial Household Agency. An alternative translation is „virtuous, calm, everlasting.“ His name was chosen by his father, and the Imperial crest used to mark his belongings is koyamaki (Japanese Umbrella-pine) tree. (wikipedia)

Due to tradition he is the grand-grand-grand-son of the sun goddess Amaterasu ô-mi-kami.


Bakemono, Gaki and Yokai

2010/11

cotton and dyed cotton, ink, thread, stitched

Baumwolle, teils gefärbt mit Tusche, genähte Linien

.

Gyojin – fish-ghost

150 x 120 cm

These creatures are known to the Japanese as ningyo (人魚), literally “human fish,” as well as gyojin (魚人), “fish human,” and hangyo-jin, (半魚人)or “half-fish human.”

Gaki – hungry ghost

200 x 150 cm

Die Gaki sind die personifizierte Unreinheit in der japanischen Legende. Ihre kränklichen, spindeldürren Körper mit den aufgetriebenen Bäuchen erregen zugleich Mitleid wie Ekel. Sie ernähren sich von Fäkalien, Urin und Leichenteilen. Trotzdem sind sie getrieben von unstillbarem Durst und Hunger. Als Hungergeister werden Menschen wiedergeboren, die im Leben besonders gierig waren. Seltsam ist, dass diese verwerfliche Gier zur Wiedergeburt in eine bestimmte Daseinsform führt, während andere Sünden lediglich die Art der Folter bestimmen, die in den verschiedenen Höllen auf schlechte Menschen wartet.

Eggbird – Eiervogel

150 x 120

Ein Wesen aus dem Bild ‚Garten der Lüste‘ von Hieronymus Bosch.

Hieronymus Bosch [ɦijeːˈɾoːnimʏs ˈbɔs] (eigentlich Jeroen Anthoniszoon van Aken [jəˈrun ɑnˈtoːnɪsoːn vɑn ˈaːkə(n)]; * um 1450 in ’s-Hertogenbosch; † August 1516 ebenda) war ein niederländischer Maler des ausgehenden Mittelalters an der Schwelle zur Neuzeit. Er hat ein bis heute faszinierendes und nachwirkendes Gesamtwerk hinterlassen, das sich in der Interpretation jeder einfachen Deutung entzieht. Es gibt einige plausible Deutungen seiner Bilder; viele Darstellungen sind jedoch rätselhaft geblieben. Bosch selbst hat keine schriftlichen Aufzeichnungen zu seinen Werken hinterlassen.

Dämonen und Fabelwesen

Faszinierend und erschreckend zugleich sind bei vielen Bildern Boschs die eingearbeiteten dämonischen Figuren und Fabelwesen. Immer wieder sind menschliche Wesen mit Tierköpfen von Fischen, Vögeln, Schweinen oder Raubtieren ausgestattet, hässliche Gnome und Monster bevölkern die Bilder. Ihnen gemein ist, dass sie zu denen gehören, die wehrlose Menschen quälen oder sie der Verdammnis zuführen.

Die Abbildung von Fabelwesen war im Mittelalter nichts Ungewöhnliches, sie kamen in den so genannten Bestiarien vor. Das Bestiarium entwickelte sich aus dem Physiologus, einem aus Alexandria / Ägypten stammenden, mythologischen „Tierkundebuch“, das im frühen Mittelalter seinen Weg nach Europa fand und übersetzt wurde. Bestiarien sind allegorische Tierbücher, die wirkliche und fantastische Tiere beschreiben und ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Eigenheiten typologisch herauszustellen suchen. Sie dienten als didaktische Medien für Belehrungen in Moral und Religion und waren sehr beliebt, da die Menschen exotische Tiere von anderen Kontinenten nur über diese Bücher kennenlernen konnten. Aber es fanden auch mythische Tiere wie das Einhorn oder der Drache Eingang in solche Werke.

Dass Bosch Bestiarien kannte und schätzte, spiegeln einige seiner Bilder wider. Immer wieder tauchen dort reale, in Europa bekannte oder aus exotischen Lebensräumen stammende Tiere auf. Die Weiterentwicklung von Fabelwesen zu furchterregenden Kreaturen geht aber im wesentlichen auf Bosch zurück. Er wollte das Böse in den Menschen sichtbar machen.

Er griff dabei die Traditionen der Marginalien aus der Buchmalerei seiner Zeit auf, die Fabelwesen, aber auch andere Themen wie das Topos der „verkehrten Welt“ oder reine Ornamentik kannten.

(wikipedia)

Kappa

Kappa (jap. 河童) bezeichnet ein Fabelwesen aus der japanischen Mythologie, das in Seen, Flüssen und Teichen Japans zu Hause ist und zur Kategorie der Yōkai (Monster und Kobolde) gezählt wird.

Ein Kappa ist ein grünhäutiges, froschähnliches Wesen mit Schwimmhäuten zwischen Fingern und Zehen, affenähnlichem Gesicht mit einem Schnabel einer Schildkröte oder Ente. Es ist ungefähr 130 cm groß und transportiert in einer Delle auf dem Kopf Wasser oder eine wasserähnliche Flüssigkeit, aus der es seine magischen Kräfte bezieht. Ein Kappa verbringt sein ganzes Leben im selben Gewässer und zeigt in der Regel ein großes Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl gegenüber den untergeordneten Bewohnern seines Reiches, wie Fischen und Pflanzen.

Kappa werden zumeist als launische oder dem Menschen feindlich gesinnte Geschöpfe beschrieben, die gerne Streiche spielen und Zwietracht säen. In einigen Erzählungen ziehen sie sogar Menschen, die sich ihrem Gewässer unvorsichtig nähern oder darin schwimmen, unter Wasser, ertränken sie und saugen ihnen Blut und Eingeweide durch den Anus aus. Kappa sind jedoch nicht besonders schlau: Verbeugt man sich an Land vor einem Kappa, so ist dieser aus Höflichkeit gezwungen, dies auch zu tun, und verschüttet dadurch die Zauberkraft schenkende Flüssigkeit von seinem Kopf, weshalb er sofort in sein Gewässer zurückkehren muss. Es sind allerdings auch Geschichten von gutmütigen oder großzügigen Kappa überliefert, die gute und tüchtige Menschen mit magischen Geschenken belohnen.

Kappa werden auch heute noch vor allem von der ländlichen Bevölkerung als Schutzgeister verehrt, viele Dörfer widmen ihnen eigene Feste und Zeremonien. Aufgrund ihres zwiespältigen Charakters versucht man sie durch Opfergaben in Form ihrer Leibspeise, der Gurke, zu besänftigen. Wenn Japaner solche in ein von Kappa bewohntes Gewässer werfen, nachdem sie ihren Familiennamen in die Schale eingeritzt haben, versprechen sie sich dadurch Schutz vor ihren Attacken. Dieser Brauch ist vor allem unter Süßwasserfischern üblich, da deren Eingriffe in das vom Kappa bewachte Ökosystem eine Basis für eine Antipathie darstellen. (wikipedia)

Christi Nehan-zu

2010

Cotton and other sheer fabrics on old cotton sheet, thread

applicqued and stitched

220 x 140 cm

In Buddhism, parinirvana (Sanskrit: परिनिर्वाण parinirvāṇa; Pali: परिनिब्बाण parinibbāṇa; Chinese: 般涅槃, bō niè pán) is the final nirvana, which occurs upon the death of the body of someone who has attained complete awakening (bodhi). It implies a release from the bhavachakra, Saṃsāra, karma and rebirth as well as the dissolution of the skandhas.

The parinibbana of the Buddha is described in the Mahāparinibbāna sutta. Because of its attention to detail, the Mahaparinibbana Sutta (of the Theravada tradition), though first committed to writing hundreds of years after his death, has been resorted to as the principal source of reference in most standard studies of the Buddha’s life.

The painting depicts the Buddha transitioning to Nirvana. Buddha is seated in a grove of Sala trees and surrounded by mourning animals, gods, demons, and human beings. (wikipedia)

In paintings of the Buddha’s nirvana, his passing from earthly life to the ultimate goal of an enlightened being, essential tenets of Buddhism are explicit: release from the bonds of existence through negation of desires that cause life’s intrinsic suffering (http://www.davidrumsey.com/amica/amico1256351-104032.html)

In the applicqued drawing Buddha is replaced by the dead Christ. The figure stems from an original wooden sculpture in the possession of the City Museum of Neuötting. It is a so called ‚Corpus Christi‘ (Christi Grablege), which means the dead Christ, before his resurrection.

Haarklammer!!!

work in prozess, started 2010

men’s jacket, whitewashed, with collected bobby pins

Herrenjacke, weiß bemalt, mit gesammelten Haarklammern

Größe/size M

Diese Diashow benötigt JavaScript.

A collection of bobby pins, found on the street, ‚dropped‘ by women.

A surprising number of these black things usually can be found in the streets. Secretly, quietly, they have worked out of the hair, only to fall to the ground.

Their ends are sometimes decorated with paint drops or plastic, so that women do not scratch their skalp if they push it into the hair. Some are corrugated, so they grip better. But even this seems not to prevent them from slipping out.

The sooner they are found, the more beautiful and smooth the bobby pins are. Sometimes a hair clings on it, usually a long because the short ones probably get lost more quickly. If the longer hair clip on, then it loses its gloss. Someone stepped on, get the paint cracks and scratches and the metal begins to rust.

Most of them are black, rare are the ones in dark brass, very rare are the colorful lacquered ones. I found a pink one. Certainly from a girl who might have been sad, when comming home without. A beautiful, wide clip. When I found it, it must have been down for a while, it is scratched and a bit bent.

On the jacket, the bobby pins are collected as found black and elegant jewels.

The bobby pins are symbols of beauty, but also ensure that your long hair is not hanging in your eyes or is doing unwanted things. The bobby pins have an erotic aspect with them, because they come very close to beautiful women.

——————————————————————————–

Eine Sammlung von Haarklammern, auf der Straße gefundene, von Frauen ‚abgeworfene‘ Haarklammern.

Eine erstaunlich Anzahl dieser meist schwarzen Dinger finden sich auf der Straße. Heimlich, still und leise haben sie sich aus der Frisur herausgearbeitet, um dann zu Boden zu fallen.

Ihre Enden sind manchmal mit Lacktropfen oder Kunststoff verziert, damit die Frauen sich nicht die Kophaut aufschürfen, wenn sie sie in die Frisur schieben. Manche Klammern sind gewellt, damit sie besser halten. Das nutzt aber nix, von den gewellten findet man auch genug.

Je früher man sie findet, desto schöner und glatter sind die Haarklammern noch. Manchmal hängt ein Haar dran, meist ein langes, die kurzen gehen wohl schneller verloren. Liegt die Haarklammer schon länger, dann verliert sie ihren Glanz. Jemand tritt darauf, der Lack kriegt Risse und Kratzer und das Metall fängt an zu rosten.

Die meisten sind schwarz, seltener welche in dunklem Messington, ganz selten farbig lackierte. Eine pink-farbene fand ich. Gehörte sicherlich einem Mädchen, das nun traurig ist. Eine schöne, breite Klammer. Als ich sie fand, muss sie schon eine Weile gelegen haben, sie ist verkratzt und auch ein wenig verbogen.

An der Jacke werden die Haarklammern gesammelt wie Trophäen, obwohl sie gar keine sind. Es sind gefundene, schwarze und elegante Juwelen.

Die Haarklammern sind Symbole für Schönheit, aber auch dafür, dass man sich die Haare nicht in die Augen hängen lassen will, also für Ordnung. Sie haben einen erotischen Aspekt, weil sie schönen Frauen ganz nahe kommen dürfen.